Basel will neue Events an Land ziehen

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110 Millionen Franken hat sie gekostet: die renovierte und modernisierte St. Jakobshalle in Basel. Die Multifunktionshalle, die anlässlich des Tennisturniers Swiss Indoors am 22. Oktober eröffnet wurde, fasst neu 12’400 statt wie bisher 9000 Besucher. Sowohl die Kantonsregierung wie auch die Geschäftsleitung verspricht sich von der modernisierten Halle, dass Basel nun in einer höheren Liga mitspielen kann.09

Ein Event-Magnet für Basel soll die neue, multifunktionale St. Jakobshalle werden. Diese Erwartungshaltung formulierte auch Conradin Cramer, Regierungsrat des Kantons Basel Stadt. Er liess sich in Interviews mit folgenden Worten zitieren: «Wir haben nicht über 100 Millionen Franken investiert, um uns nun zurückzulehnen. Wir wollen wieder mehr Grossevents nach Basel holen.» Es kommt daher nicht von ungefähr, dass das Standortmarketing von Basel Stadt just zur Eröffnung der St. Jakobshalle zu einer internationalen Medienreise einlud. Vor allem bei Musikjournalisten aus Grossbritannien stiess diese auf Interesse. Das hängt damit zusammen, dass die St. Jakobshalle neu eine Kapazität von 12’400 statt 9000 Zuschauerplätzen aufweist. Denn viele Agenten, die eine internationale Tour eines Künstlers planen, ziehen nur Arenen mit 10’000 Plätzen oder mehr in Betracht. Da gehört Basel nun dazu.

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Alle zwei Jahre internationale Titelkämpfe

Die wichtigste Rolle in der St. Jakobshalle wird aber wie bis anhin der Sport spielen. Zum einen steht der Hallenkomplex dem Breitensport zur Verfügung. Zum andern bleiben die drei bisherigen, jährlich wiederkehrenden Sportanlässe bestehen: Der CSI Basel (Reitsport), die Swiss Indoors (Tennis) und das Yonex Swiss Open (Badminton). Die Pläne des Standortmarketings gehen aber darüber hinaus: «Wir verfolgen die Strategie, alle zwei Jahre einen grossen, internationalen Sportevent nach Basel zu holen», erläutert Marcel Meier, Leiter Event Services beim Standortmarketing Basel Stadt. Den Anfang macht 2019 die Badminton- und Para-Badminton-WM, 2021 folgt dann die EM im Kunstturnen. 2023 ist noch offen, doch Marcel Meier liebäugelt mit internationalen Titelkämpfen im Fechten. «Das wäre ideal, da ein Jahr später Olympische Spiele stattfinden», so Meier. Insgesamt besteht die umgebaute St. Jakobshalle aus zehn Hallen. Sie Urbanes Basel: Blick über die Messe bis zum Roche-Turm, dessen Silhouette zu einem Wahrzeichen der Stadt geworden ist. Beide Gebäude stammen von den Architekten Herzog & de Meuron. können theoretisch alle gleichzeitig und autonom voneinander betrieben werden, so dass sich die Besucher der verschiedenen Veranstaltungen, die natürlich auch Corporate Events umfassen, überhaupt nicht begegnen.

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Basel als Event-City positionieren

Das neue Hauptfoyer der St. Jakobshalle öffnet sich neu Richtung Tramhaltestation und liegt damit direkt gegenüber des St. Jakob Park. Die Spielstätte des FC Basels ist weit mehr als ein Fussballstadion. Auch dort lassen sich Events, Tagungen und Kongresse durchführen. Sabine Horvath, Leiterin Aussenbeziehungen und Standortmarketing Basel Stadt, wählte diesen Ort, um den internationalen Medienvertretern den Veranstaltungsort Basel zu präsentieren. Sie stellte gleich klar: «Wir haben kein finanzielles Interesse, Ihnen ein bestimmtes Veranstaltungslokal aufzudrängen. Wir nutzen die Events, um Basel zu vermarkten.» Und so kamen auch Aushängeschilder wie die Art Basel und die mit Schwierigkeiten kämpfende Baselworld zur Sprache. «Die Uhren und Schmuckmesse steckt zurzeit in einem Veränderungsprozess », hielt Sabine Horvath dazu lediglich fest (siehe auch Box). Sie strich dafür die Bedeutung des Lifescience Cluster und des Congress & Event Clusters hervor.

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Innovationshub fördert Kongresswesen

Das Congress Center Basel ist Teil der Messe Basel. Es befindet sich in Halle 4 und ist über eine Passerelle mit der multifunktionalen Eventhalle verbunden, welche jeweils die Baloise Session beherbergt. In diesem Jahr haben die Kongressverantwortlichen bereits grosse Kongresse abgewickelt − beispielsweise im August die jährliche Konferenz der Association for Medical Education in Europe (AMEE) mit über 3000 Teilnehmern. «Künftig streben wir vermehrt Anlässe mit 5000 Teilnehmern an», hält Jonas Scharf, Direktor des Congress Center Basel fest. Das sei bezüglich Räumlichkeiten und Hotelbetten kein Problem. Eine Botschaft, die das Team des Congress Center Basel auch an die diesjährige IBTM (Fachmesse für Tagungen und Incentives) tragen wird, die in wenigen Tagen in Barcelona stattfindet.

www.basel.ch

www.stjakobshalle.ch

www.congress.ch

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