Niesen peilt MICE-Segment an

Niesen

Die Sommersaison ist in vollem Gang, die Bauarbeiten ebenso: Die Niesenbahn AG im Berner Oberland investiert zur Zeit 6,7 Millionen Franken in die Sanierung und Erweiterung des Berghaus Niesen Kulm auf 2336 Meter über Meer. Im Glaspavillon entstehen 50 bis 60 zusätzliche Sitzplätze.

«Tagen und Feiern»: Dieses Geschäftsfeld will Urs Wohler, Geschäftsführer der Niesenbahn AG, ausbauen. Gelegenheit dazu bietet ihm das laufende Sanierungs- und Entwicklungsprojekt beim Berghaus Niesen Kulm. Der imposante Glaspavillon, der heute 100 Sitzplätze bietet, wird um 50 bis 60 Plätze vergrössert. Neu wird es möglich sein, den Pavillon für Seminare, Sitzungen und private Feste in zwei bis drei Räume zu unterteilen. «Das gibt uns zahlreiche Kombinationsmöglichkeiten », erläutert Urs Wohler. «Wir können bei Firmenanlässen mit 100 Personen künftig auch noch einen Workshop-Raum anbieten oder Parallelveranstaltungen durchführen.»

Niesenbahn

Gleichmässigere Auslastung angestrebt

Doch es bleibt nicht einfach bei einer Vergrösserung des Glaspavillons, der künftig eine Rundumsicht von der Blümlisalp bis zum Chasseral bietet. Auch der Gäste-Komfort soll gesteigert werden. Gebaut werden eine neue Küche, eine stärkere Lüftungsanlage, neue Lagerräume, ein neuer Technikraum und eine neue Toilettenanlage. Drei zusätzliche Hotelzimmer runden das Ganze ab. Insgesamt 6,7 Millionen Franken investiert die Niesenbahn AG in ihr Berghaus. «Wir wollen damit nicht einfach mehr Gäste auf den Berg holen», stellt Urs Wohler klar. «Unser Ziel ist eine gleichmässigere Auslastung während der ganzen Saison.» An Spitzentagen zählt der Niesen, der wegen seiner einmaligen Form auch «Swiss Pyramid» genannt wird, 1300 Besucher und mehr. Spielt das Wetter nicht mit sind es nur wenige. Veranstaltungen hingegen werden frühzeitig gebucht und sind wetterunabhängig. Derzeit beträgt der MICE-Anteil am Niesen-Geschäft gemäss Wohler fünf bis zehn Prozent. Künftig soll er höher liegen.

Glaspavillon Niesen

Trotz Bauarbeiten kein Gäste-Rückgang

Die grösste Herausforderung im Moment ist aber eine ganz andere: Die Bauarbeiten laufen parallel zum Normalbetrieb im Berghaus Niesen Kulm. Das erfordert von der Belegschaft eine grosse Portion Flexibilität. Denn die Niesen-Gäste kommen trotz der Bauarbeiten in Scharen. «Wir sind bei den Besucherzahlen auf Vorjahreskurs, obwohl wir eigentlich mit 20 Prozent weniger Besuchern gerechnet haben», hält Urs Wohler fest. Zum Glück steht die 108-jährige Bergbahn den Niesen-Besuchern uneingeschränkt zur Verfügung. Für die Materialtransporte hat das Unternehmen eine temporäre Seilbahn von der Alp Unterniesen bis zum Berghaus hinaufgezogen. Die Bauarbeiten auf dem Niesen werden auch nach Saisonschluss im November weitergeführt, damit im Mai 2019 das neu umgebaute Berghaus wie geplant eröffnet werden kann.

www.niesen.ch

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